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	<title>English-Study.de</title>
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	<description>Englisch-Portal für Englisch-Lerner und -Liebhaber</description>
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		<title>Two fish in a tank&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 22:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Learning by Laughing]]></category>
		<category><![CDATA[Vokabeln und Vokabular]]></category>
		<category><![CDATA[Homonymie]]></category>
		<category><![CDATA[homonymy]]></category>
		<category><![CDATA[Polysemie]]></category>
		<category><![CDATA[polysemy]]></category>

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		<description><![CDATA[Two fish in a tank. One says “you drive, i’ll fire the gun!” Er ist zwar nicht mehr der Neueste, doch drängt er sich zur Erläuterung eines lexikalischen Phänomens (und das nicht nur in der englischen Sprache) geradezu auf: Wie kommt es, dass ein und dasselbe Wort (?) zwei so unterschiedliche Bedeutungen haben kann? Noch dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Two fish in a tank. One says “you drive, i’ll fire the gun!”</strong></p>
<p>Er ist zwar nicht mehr der Neueste, doch drängt er sich zur Erläuterung eines lexikalischen Phänomens (und das nicht nur in der englischen Sprache) geradezu auf: Wie kommt es, dass ein und dasselbe Wort (?) zwei so unterschiedliche Bedeutungen haben kann? Noch dazu zwei, die so gar nichts miteinander zu tun haben:</p>
<blockquote><p>I. tank (noun)<br />
a large container for storing liquid and gas</p>
<p>II. tank (noun)<br />
an armoured military vehicle moving on a tracked carriage and mounted with one or more guns</p>
<p>— Longman Dictionary of Contemporary English</p></blockquote>
<p>Die Antwort: Es handelt sich, streng genommen, nicht um &#8220;ein und dasselbe Wort&#8221; (daher das Fragezeichen). Aus etymologischer Sicht (Etymologie ≈ &#8220;Wortherkunftslehre&#8221;) liegen zwei verschiedene Wörter vor, welche die gleiche Lautung (und damit die gleiche Schriftform) angenommen haben. (Die Unterteilung in römisch I und II, wie sie im Wörterbuch in Fällen unterschiedlicher Wortherkünfte gerne gemacht wird, deutet schon darauf hin, dass die beiden recht wenig miteinander gemein haben.)</p>
<p>Linguistisch gesprochen liegt hier eine <strong>Homonymie</strong> (≈ &#8220;Gleichnamigkeit&#8221;, engl.: <strong>homonymy</strong>) zweier Begriffe vor. Davon unterschieden wird die sogenannte Polysemie (≈ &#8220;Mehrfachbedeutung&#8221;, engl. <strong>polysemy</strong>), die vorliegt, wenn zwei semantisch unterschiedlich verwendete (aber ebenfalls gleichförmige) Wörter tatsächlich aus ein- und demselben Ursprung hervorgegangen sind. Ein gutes Beispiel für Polysemie ist das Verb <strong>draw</strong>:</p>
<blockquote><p>1. draw (verb)<br />
cause to move in a certain direction</p>
<p>2. draw (verb)<br />
produce a picture</p>
<p>— Oxford Dictionary of English Grammar</p></blockquote>
<p>Im Falle von <strong>draw</strong> ist durchaus nachzuvollziehen, warum beide Begriffe miteinander verwandt (&#8220;polysem&#8221;) sind, und wie diese von derselben Ursprungsbedeutung abstammen (die Voraussetzung für das Vorliegen von Polysemie). Wann immer wir hingegen über &#8220;ein&#8221; Wort (eine gleiche Lautung, &#8220;homonym&#8221;) stolpern, das zwei scheinbar völlig unabhängige Begriffe bezeichnet, können wir davon ausgehen, dass es sich um Homonymie handelt.</p>
<p>Zusammengefasst:</p>
<div class="box watchout">
<p>Homonymie = Wörter gleicher Form aber unterschiedlicher Bedeutungsursprünge, z.B. <strong>tank</strong></p>
<p>Polysemie = Wörter gleicher Form aus einer Ursprungsbedeutung, z.B. <strong>draw</strong><br />
<strong></strong></p>
</div>
<p>Und hier noch zum Nachschlagen und Vertiefen:</p>
<div class="box sources">
<ul>
<li>Chalker, Sylvia: Oxford Dictionary of English Grammar. Oxford University Press. &#8220;Homonymy&#8221; / &#8220;Polysemy&#8221;</li>
<li>die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tank#Etymology" target="_blank">Wikipedia zur Herkunft des Wortes tank</a>; beachte, dass es sich ob der Entstehungsgeschichte der Begriffe tank (Aquarium) und tank (Panzer) um zwei Wortursprünge handelt, da sie nicht natürlich aus einer Ursprungsbedeutung hervorgegangen sind</li>
</ul>
</div>
<h2>Nachtrag</h2>
<p>Werner, selbst Anglist, hat sich intensiv mit den Phänomenen Homonymie und Polysemie auseinandergesetzt und stimmt der Aussage, bei <em>tank</em> handle es sich um eine Homonymie, nicht zu. Er begründet seinen Einspruch damit, dass es sich durchaus um eine Polysemie handle, die auf die Übertragung der ursprüngl. Bed. &#8216;Flüssigkeitsbehälter&#8217; zurückgehe.</p>
<p>Seine Argumentation ist in der Tat gut begründet und ich bin dankbar für seine E-Mail. Sie zeigt, dass die Erklärungen und Systematisierungen vieler Sprachphänomene auch in den Philologien (und der Allgemeinen Linguistik) durchaus umstritten sind.</p>
<p>Ich möchte dem noch entgegen setzen, dass mir die für Polysemie erforderliche natürliche und stringente Wortentwicklung der Begriffspaare fehlt. Der Etymologie von <em>tank</em> nach zu urteilen halte ich die Bedeutungsübertragung hier nicht für qualitativ dieselbe wie in den Fällen anderer Metaphern. Aber auch das ist nur eine Argumentation von vielen und keineswegs allgemeine Überzeugung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Jahreswechsel 2012: English-Study.de neu aufgelegt</title>
		<link>http://www.english-study.de/2012/01/03/2012-english-study-de-neu-aufgelegt/</link>
		<comments>http://www.english-study.de/2012/01/03/2012-english-study-de-neu-aufgelegt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 22:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach eineinhalb sehr erfolgreichen Jahren war es an der Zeit, das Portal im Hinblick auf die angebotenen Inhalte, die Benutzerführung und nicht zuletzt den Datenverkehr zu optimieren. Als English-Study.de im August 2009 in seiner Erstversion veröffentlicht wurde, erfreute es sich nach kurzer Zeit mehrerer Dutzende Besucher am Tag. Ende 2011 wies die Statistik meines Webservers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach eineinhalb sehr erfolgreichen Jahren war es an der Zeit, das Portal im Hinblick auf die angebotenen Inhalte, die Benutzerführung und nicht zuletzt den Datenverkehr zu optimieren.</p>
<p>Als English-Study.de im August 2009 in seiner Erstversion veröffentlicht wurde, erfreute es sich nach kurzer Zeit mehrerer Dutzende Besucher am Tag. Ende 2011 wies die Statistik meines Webservers im Schnitt 800 Besucher auf — pro Tag! Für den regen Zulauf und die vielfach geäußerte Kritik möchte ich mich an dieser Stelle <strong>herzlich bedanken</strong>.</p>
<p>Das rege Interesse möchte ich als Anlass nutzen, das Angebot in 2012 weiter auszubauen und zu optimieren. Passend zum Jahreswechsel präsentiert sich English-Study.de daher in einem überarbeiteten Design. Das ehemals dreispaltige Layout wurde komplett überarbeitet und durch einen optisch und ergonomisch ansprechenderen Zweispalter ersetzt.</p>
<p>Die Inhalte werden nun dynamisch so aufbereitet, dass häufige Querverweise auf zentrale Stellen des Portals (z.B. Blog, Kommentare, Forum) hinweisen. Das Forum wurde durch eine weitaus funktionsreichere und ansprechendere Variante ersetzt. Neu hinzugekommen ist auf der Startseite eine Diashow, welche die wichtigsten aktuellen Blog-Beiträge vorstellt. Neben den altbekannten und bewährten Seitenkopf gesellt sich nun eine leichte, moderne Optik im Stile eines Online-Magazins.</p>
<p><strong>In den kommenden Tagen werden noch fehlende Downloads und Online-Übungen freigeschaltet. Daraufhin werde ich kurz auf die geplanten Neuerungen des Jahres zu sprechen kommen. Es bleibt also spannend!</strong></p>
<p>Alle Besucher lade ich herzlich ein, Kritik und Verbesserungswünsche im <a href="/forum">neuen Forum</a> mitzuteilen.</p>
<p><strong>Happy New Year!</strong></p>
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		<title>Der Major und der Bürgermeister</title>
		<link>http://www.english-study.de/2011/04/13/major-vs-mayor/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 18:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aussprache]]></category>
		<category><![CDATA[Common Mistakes]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder stelle ich in Foren- und Blogbeiträgen, aber auch im analogen Leben deutscher Muttersprachler fest, dass die Begriffe major und mayor für Unsicherheit sorgen. Die Ursache hierfür vermute ich in der Tatsache, dass beide Begriffe orthographisch nicht stark voneinander abweichen. Auch phonologisch sind sie größtenteils identisch &#8211; bis auf einen wichtigen Unterschied. Das Substantiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder stelle ich in Foren- und Blogbeiträgen, aber auch im analogen Leben deutscher Muttersprachler fest, dass die Begriffe <em>major</em> und <em>mayor</em> für Unsicherheit sorgen.</p>
<p>Die Ursache hierfür vermute ich in der Tatsache, dass beide Begriffe orthographisch nicht stark voneinander abweichen. Auch phonologisch sind sie größtenteils identisch &#8211; bis auf einen wichtigen Unterschied.</p>
<p>Das Substantiv <em>Major</em> [ˈmeɪdʒə] (<a title="Vertonung Aussprache 'major'" href="http://www.howjsay.com/index.php?word=major" target="_blank">Vertonung</a>) bezeichnet im Englischen einen militärischen Dienstgrad (zu Deutsch etwa <em>Major</em>) und wird GROSS geschrieben:</p>
<ul>
<li><em>On April 14, <span style="text-decoration: underline;"><strong>Major</strong></span><strong> </strong></em><strong></strong><em>Anderson surrenders. The Civil War has begun.</em></li>
<li><em>The American commander, <span style="text-decoration: underline;"><strong>Major</strong></span> General Samuel Smith, had prepared strong defenses east of the city [...]</em></li>
</ul>
<p>Daneben wird selbiges (dann klein geschrieben: <em>major </em>- etwa: Hauptfach) insbesondere im Amerikanischen Englisch auch für Studenten im Hauptfachstudium verwendet:</p>
<ul>
<li><em>Geography is a favorable and prestigious <strong><span style="text-decoration: underline;">major</span></strong> in European universities.</em></li>
<li><em>Tell me what led you to pursue English as your undergraduate <strong><span style="text-decoration: underline;">major</span></strong>.</em></li>
</ul>
<p>Natürlich wird der Begriff nicht nur substantivisch gebraucht: Adjektivische und verbale Bedeutungen existieren ebenso, sollen hier aber nicht weiter erläutert werden.</p>
<p>Das dem <em>major</em> formal sehr ähnliche <em>mayor</em> ist ebenfalls ein Substantiv, welches ganz einfach einen <em>Bürgermeister</em> bezeichnet. Man beachte den kleinen aber wichtigen Unterschied in der Aussprache: [meə] oder [ˈmeɪə] (beides möglich, <a title="Vertonung des Worters 'mayor'" href="http://www.howjsay.com/index.php?word=mayor" target="_blank">Vertonung</a>):</p>
<ol>
<li><em>Reed is in his second year as Atlanta&#8217;s <span style="text-decoration: underline;"><strong>mayor</strong></span>.</em></li>
<li><em>New Yorkers said they were happy to see <span style="text-decoration: underline;"><strong>Mayor</strong></span> Rudolph Giuliani stand by his promise to make New York a safer place.</em></li>
</ol>
<p>Hier sei insbesondere auf die unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung hingewiesen: Die allgemeine (generische) Berufsbezeichnung wird kleingeschrieben (Satz 1), während die Anrede bzw. der Namenszusatz (sozusagen als &#8220;Dienstgrad&#8221;) groß geschrieben wird (Satz 2).</p>
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		<title>isle vs. island &#8211; wenn der Sommer ruft</title>
		<link>http://www.english-study.de/2011/04/06/isle-vs-island-wenn-der-sommer-ruft/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 18:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vokabeln und Vokabular]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach mehrmonatiger Zwangspause (sorry!), melde ich mich zurück. In der Zwischenzeit habe ich natürlich wieder haufenweise [loads of, piles of] Sprachjuwelen des Englischen gesammelt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Da der Sommer vor der Tür steht (zumindest fühlt es sich so an), das passende Thema: Die Begriffe isle und island können beide mit Insel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehrmonatiger Zwangspause (sorry!), melde ich mich zurück. In der Zwischenzeit habe ich natürlich wieder haufenweise [<em>loads of, piles of</em>] Sprachjuwelen des Englischen gesammelt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.</p>
<p>Da der Sommer vor der Tür steht (zumindest fühlt es sich so an), das passende Thema: Die Begriffe <em>isle</em> und <em>island</em> können beide mit <em>Insel </em>übersetzt werden — doch ganz so einfach ist die Sache nicht.</p>
<p>Während <em>island </em>das in der Alltagssprache (in Wort und Schrift) das gebräuchlichste Wort für <em>Insel </em>ist, wird <em>isle</em> hauptsächlich im gehobenen lyrisch-literarischen Stil verwendet. Kurz gesagt: <em>isle </em>ist was für den Dichter, denn der Dichtkunst entspringt der Begriff. Daher kann er sinnvollerweise mit <em>Eiland </em>assoziiert werden. Nichts destotrotz findet sich der Begriff <em>isle </em>auch im alltäglichen (nicht-lyrischen) Sprachgebrauch: nämlich als Bestandteil von Eigennamen wie <em>the Isle of Man</em>, <em>the British Isles</em>, <em>the Isle of Wight</em>.</p>
<p>Diese gewöhnlichen Eigennamen dürfen uns aber nicht zum induktiven Schluss (vom Speziellen zum Allgemeinen) verleiten, das Wörtchen <em>isle</em> sei bedeutungsgleich (synonym) mit <em>island</em>, denn vollständige Bedeutungsgleichheit schließt auch den Sprachstil mit ein, der eben für beide Begriffe verschieden ist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>FAQ: Was ist das Mediopassiv?</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/30/faq-was-ist-das-mediopassiv/</link>
		<comments>http://www.english-study.de/2010/09/30/faq-was-ist-das-mediopassiv/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 19:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frequently Asked Questions (FAQ)]]></category>
		<category><![CDATA[Grammar Quickie]]></category>
		<category><![CDATA[Aktiv]]></category>
		<category><![CDATA[Mediopassiv]]></category>
		<category><![CDATA[Passiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stöbere regelmäßig und gern in den Statistiken meines Web-Servers &#8211; so erfahre ich, welche Seiten Beachtung finden und was mal wieder ausgemistet werden sollte (to tidy out sth/to clean out sth). Neben den regulären Zugriffen werden natürlich auch die Suchanfragen von Google &#38; Co überliefert, die mir Hinweise darauf geben, über welche Stichwörter die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stöbere regelmäßig und gern in den Statistiken meines Web-Servers &#8211; so erfahre ich, welche Seiten Beachtung finden und was mal wieder ausgemistet werden sollte (<em>to tidy out sth/to clean out sth</em>). Neben den regulären Zugriffen werden natürlich auch die Suchanfragen von Google &amp; Co überliefert, die mir Hinweise darauf geben, über welche Stichwörter die einzelnen Seiten aufgerufen worden sind. Interessanterweise sucht ein Großteil der Besucher immer in ganzen Sätzen &#8211; meist in Form einfacher Fragen wie: <em>Wie bildet man das Passiv? Was ist das Past Participle?</em></p>
<p>Aus diesem Grunde möchte ich heute eine neue Kategorie eröffnen: Die FAQ präsentiert in regelmäßigen Abständen die häufigsten Fragen aus der Besucher-Statistik. Anfangen möchte ich mit der Frage: Was ist das Mediopassiv?</p>
<p>Mal ehrlich, wer fühlt sich wirklich zu grammatischen Definitionen hingezogen? Beispiele sind immer die bessere Wahl, wenn es um das Erstverständnis geht. There you go:</p>
<ul>
<li><em>These clothes wash easily.<br />
= Diese Kleidung lässt sich einfach waschen.</em></li>
<li><em>My new car drives smoothly.<br />
= Mein neues Auto lässt sich angenehm fahren.</em></li>
<li><em>&#8220;Taking pictures that sell&#8221;<br />
= Fotos aufnehmen, die sich verkaufen lassen.</em></li>
</ul>
<p>Das Mediopassiv ist ein Verb, das der Form nach aktiv, der Bedeutung nach aber passivisch übersetzt wird (von lat. <em>medio = Mitte</em>). Alle Verbformen der obigen Sätze stehen formal im Aktiv, beinhalten aber eine passive Bedeutung, weshalb sie mit <em>lassen</em> übersetzt werden. Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass das Subjekt des Satzes (hier: <em>clothes, car, pictures</em>) nicht der Verursacher der Handlung ist (das sind hier diejenigen Personen, welche die Kleidung waschen, das Auto fahren oder die Fotos kaufen).</p>
<p>Längst nicht alle Verben können im Mediopassiv stehen: Das Muster ist auf intransitive Tätigkeitsverben begrenzt (Tätigkeitsverben ohne Objekt). In vielen Fällen werden diese Verben durch ein Adverb ergänzt (hier: <em>smoothly, easily</em>).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was haben Hugh Laurie und Damian Lewis gemein?</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/29/was-haben-hugh-laurie-und-damian-lewis-gemein/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 17:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Learning by Watching]]></category>
		<category><![CDATA[Akzente]]></category>
		<category><![CDATA[Damian Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[House M.D. (Serie)]]></category>
		<category><![CDATA[Hugh Laurie]]></category>
		<category><![CDATA[Lie to Me (Serie)]]></category>
		<category><![CDATA[Life (Serie)]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Roth]]></category>
		<category><![CDATA[US Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Beide sind Stars zweier mehr oder weniger erfolgreichen US Serien: Hugh Laurie als Gregory House in der &#8220;mehr erfolgreichen&#8221;, gleichnamigen Serie House, M.D.; Damian Lewis als Charlie Crews in der (mir völlig unverständlich) weniger erfolgreichen Serie Life (vielen ist er auch als Major Richard Winters aus der Miniserie Band of Brothers bekannt). Die zwei verbindet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beide sind Stars zweier mehr oder weniger erfolgreichen US Serien: Hugh Laurie als Gregory House in der &#8220;mehr erfolgreichen&#8221;, gleichnamigen Serie <em>House, M.D.</em>; Damian Lewis als Charlie Crews in der (mir völlig unverständlich) weniger erfolgreichen Serie <em>Life</em> (vielen ist er auch als Major Richard Winters aus der Miniserie <em>Band of Brothers</em> bekannt).</p>
<p>Die zwei verbindet jedoch noch eine andere Gemeinsamkeit: Beide sind nämlich britische Schauspieler, die hart an ihrem amerikanischen Akzent  arbeiten (müssen). Selbst amerikanische Zuschauer stufen ihre Akzente als authentisch ein:</p>
<blockquote><p>His [Hugh Laurie's] American accent is flawless. I would never know that he wasn&#8217;t  American were I not familiar with him. I&#8217;m sure that there are a lot of  people here (the US) who think House is American.<br />
— user Brian on <a href="http://www.antimoon.com/forum/t10400.htm" target="_blank">antimoon.com</a></p>
<p>Damian Lewis also nailed it as Eric [sic] Winters in Band of Brothers.   I had no idea he was a Brit!<br />
— user Lisa on <a href="http://www.boston.com/ae/tv/blog/2008/11/_television_is.html" target="_blank">Boston.com</a></p></blockquote>
<p>In einer Umfrage (&#8220;US Accents Survey&#8221;) des <a href="http://www.radiotimes.com/content/features/us-accents-results/" target="_blank">Radio Times Magazine</a> wurde Hugh Laurie die Ehre des ersten Platzes (&#8220;Who has the best American accent?) zuteil, Damian Lewis kam immerhin auf Platz vier. Andere sind da eher skeptisch (selbige Umfrage listet beide auf Platz 4 bzw. 14 in der Kategorie &#8220;Who has the worst American accent?&#8221;). Das ungeschulte Ohr hingegen dürfte ihnen die amerikanischen Rollen abnehmen.</p>
<p>Ich persönlich finde ihre Leistung aus sprachwissenschaftlicher Sicht beeindruckend. Es bedarf konsequenter Übung und Ausdauer, <a href="/2010/08/21/fundstuck-21-accents/">einen anderen Akzent</a> zu lernen. Im Showbusiness hat sich daher ein ganzer Markt um das sogenannte <em>Voice and Accent Training</em> entwickelt.</p>
<p>Wenn man sich die teils sehr komplexen Dialoge mit ihren schnellen Wortwechseln anhört (hier sei an erster Stelle <em>House</em> genannt), dann bekommt man eine ungefähre Ahnung von dem, was britische Schauspieler leisten müssen, um sich in U.S.-Serien behaupten zu können. Immerhin fordert das amerikanische Publikum (zu recht) einen nationalen Akzent, um sich mit einem Protagonisten einer nationalen Serie identifizieren zu können.</p>
<p>Interessant an der Sache ist, dass Tim Roth als Psychologie-Experte für Gestik und Mimik in <em>Lie to Me</em> diese Erwartungshaltung bewusst enttäuscht. Und trotzdem ist die (wie ich meine hervorragende) Serie, die im November in den USA in die dritte Staffel geht, ein voller Erfolg. Mr. Roth selbst empfindet seinen britischen Akzent im amerikanischen Serien-Fernsehen als sehr &#8220;erfrischend&#8221;, <a href="http://missgeeky.com/2010/06/10/interview-tim-roth-on-lie-to-me/" target="_blank">wie er sagt</a> — und der Erfolg gibt ihm recht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eats, Shoots, and Leaves &#8211; Ein Panda rettet die Welt</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/28/eats-shoots-and-leaves-ein-panda-rettet-die-welt/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 18:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Learning by Laughing]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lynne Truss]]></category>
		<category><![CDATA[Purismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachattitüde]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Lynne Truss ist Buchautorin und Journalistin, die sich in den Buch Eats, Shoots and Leaves kritisch mit dem Thema Interpunktion in der heutigen Zeit auseinandersetzt. Der britische Bestseller ist bereits 2003 erschienen, doch hat er, den Sprachpuristen nach, seither nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Wer Grammatiken scheut, dem Sprachpurismus aber doch etwas abgewinnen kann, findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lynne Truss ist Buchautorin und Journalistin, die sich in den Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0007329067/" target="_blank">Eats, Shoots and Leaves</a> kritisch mit dem Thema Interpunktion in der heutigen Zeit auseinandersetzt. Der britische Bestseller ist bereits 2003 erschienen, doch hat er, den Sprachpuristen nach, seither nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Wer Grammatiken scheut, dem Sprachpurismus aber doch etwas abgewinnen kann, findet hier leichte Edutainment-Kost. Lynne zitiert fehlerhafte Beispielsätze aus dem echten Leben und mahnt mit einer Prise Humor an, dass Kommasetzung und Interpunktion so wichtig sind.</p>
<p>Im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eats,_Shoots_%26_Leaves" target="_blank">deutschen Wikipedia-Artikel</a> zum Titel gibt es noch interessante Links zur Rezeption des Werkes.</p>
<p>Der Titel des Buches geht übrigens auf folgenden Witz zurück, auf den selbstverständlich auch eingegangen wird:</p>
<blockquote><p>A panda walks into a bar. He orders a sandwich, eats it, then draws a gun and fires two shots in the air.</p>
<p>&#8220;Why? Why are you behaving in this strange, un-panda-like fashion?&#8221; asks the confused waiter, as the panda walks towards the exit. The panda produces a badly punctuated wildlife manual and tosses it over his shoulder.</p>
<p>&#8220;I&#8217;m a panda,&#8221; he says, at the door. &#8220;Look it up.&#8221;</p>
<p>The waiter turns to the relevant entry and, sure enough, finds an explanation.</p>
<p>&#8220;Panda. Large black-and-white bear-like mammal, native to China. Eats, shoots, and leaves.&#8221;<br />
—<em> taken from Lynne Truss&#8217;s</em> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0007329067/" target="_blank">Eats, Shoots and Leaves</a></p></blockquote>
<h3>Vokabel- und Grammatikhilfe</h3>
<p>You wish <img src='http://www.english-study.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Go and buy the book. It&#8217;s worth every penny.</p>
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		<title>Bands, ihre Namen und deren Übersetzungen</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/27/bands-ihre-namen-und-deren-ubersetzungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 19:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Learning by Listening]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung und Dolmetschen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[Musik eignet sich hervorragend um Englisch zu lernen. Und das bezieht sich nicht allein auf das Studium der Texte, den sogenannten lyrics (s. Learning by Listening). Auch hinter Band- und Künstlernamen verstecken sich manchmal Begriffe, die sich direkt ins Deutsche übersetzen lassen. Ich rede von &#8220;verstecken&#8221;, weil einem die Bedeutung der Namen nicht immer direkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musik eignet sich hervorragend um Englisch zu lernen. Und das bezieht sich nicht allein auf das Studium der Texte, den sogenannten lyrics (s. <a href="/kategorie/learning-by-listening/">Learning by Listening</a>). Auch hinter Band- und Künstlernamen verstecken sich manchmal Begriffe, die sich direkt ins Deutsche übersetzen lassen. Ich rede von &#8220;verstecken&#8221;, weil einem die Bedeutung der Namen nicht immer direkt ins Auge springen. Dies mag auch daran liegen, dass Nicht-Englische Muttersprachler englische Wortkombinationen in Eigennamen häufig als Ganzes (nämlich als feststehende, formelhafte Ausdrücke) wahrnehmen.</p>
<p>Hier also ein Paar aktuelle (und weniger aktuelle) Beispiele. (<strong>Anmerkung: Ich behaupte nicht, dass die hier gelieferten Übersetzungen von den Bands oder Musikern intendiert sind bzw. in irgendeinem Verhältnis zu ihrer Philosophie stehen!</strong>)</p>
<ul>
<li><strong>the Rolling Stones</strong><br />
Rollende Steine? Wohl nicht ganz. Der Begriff <em>rolling stone</em> bezeichnet jemanden, der unstet ist, keine Bleibe, ständig den Job wechselt. Zu Deutsch mit <em>Vagabund </em>oder <em>unsteter Geselle</em> übersetzt. Das Wort leitet sich übrigens aus dem altmodischen Sprichwort<em> a rolling stone gathers no moss</em> ab — etwa: wer ständig umherzieht, wird es nie zu etwas bringen (<em>moss = Moos</em>). Interessant ist hier, dass sich die Bedeutung des ursprünglichen Sprichworts <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/A_rolling_stone_gathers_no_moss" target="_blank">ins Gegenteil verkehrt hat</a>.</li>
<li><strong>Freshlyground</strong><br />
Die südafrikanische Band wurde durch die offizielle Hymne der Fußball-WM 2010 einem breiteren Publikum bekannt. Zugegeben, Shakira tat dazu ihr Übriges. Wie dem auch sei, im Namen steckt das Verb <em>to grind</em> (= <em>mahlen</em>; Past Participle: <em>ground</em>) und übersetzt bedeutet es <em>frisch gemahlen</em>.</li>
<li><strong>Maroon 5</strong><br />
Woher die Jungs ihren Namen haben, weiß ich nicht (Musik- und Pop-Experten melden sich bitte!). Der Begriff <em>maroon</em> bezeichnet die Farbe <em>Kastanienbraun</em> (Adj., Subst.). Als Verb bedeutet <em>to maroon sb.</em> so viel wie<em> jemanden im Stich lassen, jemanden aussetzen</em>.</li>
<li><strong>the Pet Shop Boys</strong><br />
vielleicht zu einfach: die Jungs aus der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pet_Shop_Boys" target="_blank">Tierhandlung</a>. Man könnte glauben, der Begriff <em>shop</em> allein (vs. AE <em>store</em>) genüge, um die Jungs nach Großbritannien zu verorten. Tatsächlich stammen sie daher. Jedoch ist <em>pet shop</em> trotz des amerikanischen Pendants <em>store </em>auch im US-Englisch gebräuchlich.</li>
<li><strong>Black-eyed Peas</strong><br />
die black-eyed pea (auch: black-eyed bean) ist der amerikanische Name für die <a href="http://www.carsten-hoeche.de/Sonstiges/Bohnen.jpg" target="_blank">Schwarzaugenbohne</a>. Dass der Begriff durchaus auch fernab der Popkultur gebräuchlich ist, beweist dieser Satz aus dem <a href="http://www.americancorpus.org/" target="_blank">COCA</a>:<br />
<em>We love the fresh taste and texture of frozen <strong><span style="text-decoration: underline;">black-eyed</span></strong> peas, but they do need to cook before being added to the filling.</em></li>
</ul>
<p>[Reihe wird fortgesetzt...]</p>
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		<title>&#8216;Yet&#8217; und &#8216;still&#8217; und ihre Verwendungsweisen als &#8216;noch&#8217;</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/27/yet-und-still-und-ihre-verwendungsweisen/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 13:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Adverb]]></category>
		<category><![CDATA[defizitäres yet]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Yet und still sind zwei wunderbare Wörter. Beide fungieren als Adverb, nur yet kann auch als Konjunktion eingesetzt werden (dazu in einem späteren Post mehr). In einigen Fällen können beide mit noch übersetzt werden, obgleich sie weiterhin unterschiedliche (zeitliche oder logische) Aspekte ausdrücken. Yet und still als zeitlicher Ausdruck für noch In den meisten Fällen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Yet</em> und <em>still</em> sind zwei wunderbare Wörter. Beide fungieren als Adverb, nur yet kann auch als Konjunktion eingesetzt werden (dazu in einem späteren Post mehr). In einigen Fällen können beide mit <em>noch</em> übersetzt werden, obgleich sie weiterhin unterschiedliche (zeitliche oder logische) Aspekte ausdrücken.</p>
<h3><em>Yet</em> und <em>still</em> als zeitlicher Ausdruck für <em>noch</em></h3>
<p>In den meisten Fällen dürften das adverbiale <em>yet</em> und <em>still</em> mit <em>noch</em> übersetzt werden. Dabei ist der Gros der <em>yet</em>-Fälle negativ (d.h. verneinte Sätzen mittels <em>not&#8230; yet</em>). In diesem Sinne drückt <em>yet </em>immer aus, dass (wider Erwarten) etwas <em>noch nicht</em> geschehen ist:</p>
<ul>
<li><em>We cannot leave yet, the exam is not finished.<br />
= Wir können <span style="text-decoration: underline;">noch nicht</span> gehen &#8230;</em></li>
<li><em>My brother has not called yet. We will have to wait for his call.<br />
= Mein Bruder hat <span style="text-decoration: underline;">noch nicht</span> angerufen &#8230;</em></li>
<li><em>If Mark hasn&#8217;t finished his homework yet, he won&#8217;t finish in time.<br />
= Wenn Mark seine Hausaufgaben <span style="text-decoration: underline;">noch nicht</span> beendet hat, &#8230;</em></li>
</ul>
<p>In positiven (nicht verneinten) Aussagen drückt <em>yet </em>aus, dass etwas zu erwarten ist. Auch hier wird es mit <em>noch</em> übersetzt:</p>
<ul>
<li><em>The best was yet to come.<br />
= Das Beste kam erst  <span style="text-decoration: underline;">noch</span>.</em></li>
<li>Teachers have yet to find a way to motivate teenage students.<br />
<em>= Lehrer müssen <span style="text-decoration: underline;">noch</span> eine Möglichkeit finden, jugendliche Schüler zu motivieren.</em></li>
</ul>
<p>In all diesen Fällen drückt <em>yet </em>(bzw. <em>not&#8230; yet</em>) etwas defizitäres aus, eine Erwartung die (noch) nicht erfüllt ist. Daher können wir uns das Wort auch als <strong>&#8220;defizitäres&#8221; yet</strong> merken.</p>
<p>Das Adverb <em>still </em>hingegen bedeutet auch <em>noch</em>, drückt aber ein gegensätzliches Konzept aus — nämlich eines, das ein <strong>Mehr anstatt eines Defizits </strong>beinhaltet. Daher findet man es meist in positiven (d.h. nicht verneinten) Sätzen:</p>
<ul>
<li><em>Does your mom still live in London?<br />
= Lebt deine Mutter <span style="text-decoration: underline;">noch</span> in London?</em></li>
<li><em>We have ten liters of gasoline left still.<br />
= Es sind <span style="text-decoration: underline;">noch</span> zehn Liter Benzin übrig.</em></li>
</ul>
<p>Merken wir uns dieses Wort daher im Gegensatz zum yet oben als <strong>&#8220;suffizientes&#8221; still</strong>.</p>
<h3>Eine Ausnahme?</h3>
<p>Selbstverständlich kann auch <em>still</em> in negativen (verneinten) Sätzen auftreten. Dies ist aber eine Ausnahme, die zur Betonung des Sachverhaltes benutzt wird. In diesem Kontext kann man <em>still&#8230; not</em> am besten mit <em>immer noch nicht</em> übersetzen:</p>
<ul>
<li><em>Sam has been missing since yesterday. We still haven&#8217;t heard from him.<br />
= Sam ist seit gestern verschwunden. Wir haben immer noch nicht von ihm/ihr g gehört.</em></li>
</ul>
<p>Diese Verwendung steht hingegen nicht im Gegensatz zur oben erläuterten defizitären vs. suffizienten Unterscheidung von <em>yet</em> und <em>still</em>, denn auch hier drückt das still ein Mehr (und nicht etwa ein Weniger) aus. Das Mehr liegt in der Betonung <em>immer (noch nicht haben wir von ihm gehört)</em>, d.h. ein Vorgang wird hierdurch als andauernd beschrieben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Untergang des Englischen?</title>
		<link>http://www.english-study.de/2010/09/21/der-untergang-des-englischen/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 17:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachattitüde]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als vierzehn Tagen habe ich einen Kommentar über den Verein Deutsche Sprache (VDS) und Sprachpuristen geschrieben. Darin schilderte ich, warum diese die deutsche Sprache im Untergehen begriffen sehen. Schuld trügen natürlich allen voran die bösen, bösen Anglizismen, so der Tenor im Forum des VDS. Dieses &#8220;übertriebene Streben nach Sprachreinheit&#8221; (so definiert der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als vierzehn Tagen habe ich einen <a href="/2010/09/05/ein-land-der-dichter-und-zanker-anglizismen-in-der-deutschen-sprache/" target="_self">Kommentar über den Verein Deutsche Sprache (VDS) und Sprachpuristen</a> geschrieben. Darin schilderte ich, warum diese die deutsche Sprache im Untergehen begriffen sehen. Schuld trügen natürlich allen voran die bösen, bösen Anglizismen, so der Tenor im Forum des VDS.</p>
<p>Dieses &#8220;übertriebene Streben nach Sprachreinheit&#8221; (so definiert der Duden den <em>Purismus</em>) ist, man mag es kaum glauben, keine rein deutsche Angelegenheit. Auch im angelsächsischen Raum finden sich immer wieder Verfechter einer möglichst reinen und unantastbaren englischen Sprache.</p>
<p>In dieselbe Kerbe haut nun auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gene_Weingarten" target="_blank">Gene Weingarten</a>, seines Zeichens Kolumnist der <a href="http://projects.washingtonpost.com/staff/articles/gene+weingarten/" target="_blank">Washington Post</a>. In seiner aktuellen Kolumne <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/09/13/AR2010091304476.html" target="_blank">Goodbye, cruel words: English. It&#8217;s dead to me.</a> kritisiert er die amerikanische Presse, die durch ständige Kürzungen das Lektorieren vernachlässigten. Natürlich werden auch die Blogs kritisiert, die aus seiner Sicht gar nicht erst redigiert würden:</p>
<blockquote><p>Beset by the need to cut costs, and influenced by decreased public  attention to grammar, punctuation and syntax in an era of unedited blogs  and abbreviated instant communication, newspaper publishers have been  cutting back on the use of copy editing, sometimes eliminating it  entirely.<br />
– Gene Weingarten in <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/09/13/AR2010091304476.html" target="_blank">Goodbye, cruel words: English. It&#8217;s dead to me.</a></p></blockquote>
<p>Weingartens Text wird durch einen humorvollen Cartoon ergänzt &#8211; vielleicht ein Zeichen dafür, dass seine Worte nicht für bare Münze genommen werden sollten? In jedem Falle möchte ich auf die obigen Argumente eingehen, derer sich (auch im Deutschen) viele Sprachpuristen bedienen.</p>
<p>Richtig ist, dass durch das gesamte Online-Wesen die traditionellen, papiernen Medien unter enormen Kostendruck geraten sind. Dieser Druck mag auch dazu geführt haben, dass Texte weniger stark nachbearbeitet und auf Fehler überprüft werden als früher. Das ist unstrittig. Für völlig verkehrt hingegen halte ich die Behauptungen, (1) die Öffentlichkeit schere sich weniger um Grammatik und Zeichensetzung, und (2) Online-Blogs sowie Kurznachrichten (IM) seien Schuld an dieser Misere.</p>
<p>Zum ersten  Punkt: Die Öffentlichkeit ist heute nicht mehr, nicht minder interessiert an Grammatik und Zeichensetzung. Grammatik ist nichts anderes als die Einsicht, dass erfolgreiche Kommunikation durch Einhaltung konventioneller Normen gesichert werden sollte (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Linguistic_prescription" target="_blank">präskriptive Definition</a> von Grammatik). Das Wort <strong>Konvention </strong>spielt hier eine entscheidende Rolle. Es besagt <strong>nicht</strong>, dass Grammatik etwas starres und unausweichliches ist. Konvention impliziert, dass jeder Sprecher und jede Generation die Regeln sprachlicher Äußerungen stets neu aushandeln müssen. So war Sprache immer schon, und immer hat es die Nörgler gegeben, die Sprachwandel (genau das ist das Resultat jener Verhandlungen) als etwas Negatives angesehen haben.</p>
<p>Wäre die Öffentlichkeit heute tatsächlich weniger an der grammatischen Form interessiert, so hätte sie auch ein verringertes Interesse an erfolgreicher Kommunikation &#8211; dies aber widerspricht dem Akt des sprachlichen Äußerns. Wer sich also sprachlich äußert, ist immer auch an erfolgreicher Kommunikation interessiert, und muss daher Ihre Form mit allen anderen Sprechern neu aushandeln. Durch kreativen, auch aggressiven, unüblichen Sprachgebrauch kann und darf jeder Teil haben an diesem Prozess.</p>
<p>Ein weiterer Punkt: Die Vorstellung, dass die traditionellen Printmedien größtenteils über den Sprachgebrauch bestimmen und somit entscheidenden Einfluss auf den Sprachwandel haben, ist abwegig. Ebenso abwegig ist die Vorstellung, dass Sofortnachrichten an der Misere Schuld seien. Natürlich wird Sprache immer auch durch Prestige (Zeitungen) und das Geschriebene (Sofortnachrichten) beeinflusst. Aber der größte Einfluss auf den Sprachwandel geht von der Häufigkeit eines bestimmten Sprachgebrauchs aus. Und genau hier kommt die urtümliche Sprachäußerung ins Spiel &#8211; also das gesprochene Wort, das den größten Anteil an allen sprachlichen Äußerungen hat, und das immer unbearbeitet (da ad hoc gebildet) ist. Das gesprochene Wort ist zu großen Teilen spontan und grammatisch fehlerhaft. Auch das war immer schon so (und wird wohl immer so bleiben). Und trotz dieser (text-)grammatischer Schwächen ist weder das Englische noch das Deutsche (noch eine andere Sprache) dem Untergang geweiht.</p>
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