Lernsoftware
Der Computer eignet sich hervorragend zum Lernen und Trainieren deiner Englisch-Kenntnisse. Er kann und soll das Lernen mit Hilfe anderer Medien (z.B. Bücher, Unterricht, Sprachkurse) nicht ersetzen, wohl aber kann gute Lernsoftware den Lernfortschritt erheblich steigern, wenn sie ergänzend zu herkömmlichen Medien eingesetzt wird.
Auf dieser Seite stelle ich ein paar interessante Programme vor, die dir beim Lernen von Nutzen sein könnten. Neben reinen Lern- und Übungsprogrammen, die das Lernen direkt fördern, habe ich auch Hilfsprogramme aufgelistet, die das Lernen indirekt fördern (z.B. Wörterbücher, Notizen-Software).
Grammatik und Vokabeln lernen: VocProf Fremdsprachentrainer 3.0
Der VocProf Fremdsprachentrainer ist ein Programm, mit dem du eigene Vokabel- und Grammatikübungen erstellen und in einer Lernkartei verwalten und lernen kannst – und das nicht nur in Englisch, sondern in beliebigen Fremdsprachen.
VocProf ist so gesehen sowohl mehrsprachiger Vokabeltrainer als auch Grammatiktrainer in einem – und genau hier liegen die Vorteile: Du kannst mit dem Programm in beliebigen Fremdsprachen Grammatik lernen und deinen Wortschatz trainieren. Du benötigst also nur ein Programm für alle Lernbedürfnisse und Fremdsprachen.
Der VocProf Fremdsprachentrainer zeichnet sich darüber hinaus durch seine wirklich gelungene Konzeption aus – didaktisch bewährte Methoden wie das Karteikasten-Lernen (nach Sebastian Leitner) wurden um neue, innovative Funktionen (z.B. der Lernautomatik) ergänz. Mit Hilfe der Lernautomatik merkt sich VocProf, wann du welche Übung gelernt und in ein bestimmtes Fach abgelegt hast. Nach einer bestimmten Anzahl von Tagen wird diese Übung rot markiert und VocProf fordert dich zum Wiederholen der Übung auf. Auf diese Weise wandern die gekonnten Übungen langsam nach oben (nach hinten im Karteikasten) und die Wiederholungszyklen vergrößern sich. Nicht gekonnte Übungen oder vergessene Vokabeln werden wieder in Fach 1 abgelegt und müssen neu gelernt werden. So wird sichergestellt, dass du deine Vokabeln und Grammatikregeln effizient lernst und ins Langzeitgedächtnis überführst.
Zur Erstellung eigener Grammatikübungen und Vokabeln bietet VocProf eine Vielfalt an möglichen Übungstypen, die du frei erstellen kannst:
- einfache Vokabelübungen mit Fremd- und Muttersprache, Aussprache (inkl. IPA-Lautschrift und Aufzeichnung der eigenen Stimme), Beispielsatz und Angabe der Wortart
- Lückentexte sowohl zur Eingabe der Lücken per Tastatur als auch zum ‘Ziehen-und-Ablegen’ vorgefertigter Antworten (für etwas leichtere Übungen); alle Lücken lassen sich durch Stimmaufzeichnungen vertonen
- Zeigekarten zum Lernen von grammatischen Regeln oder Vokabeln per Karteikarte (mit Vorder- und Rückseite); du kannst sowohl Bilder als auch Audiodateien und Stimmaufzeichnungen verknüpfen
- Multiple-Choice-Tests zur Auswahl einer oder mehrerer Antworten zu einer gegebenen Frage(stellung); auch hier kannst du mit Bildern, Audiodateien und Stimmaufzeichnungen arbeiten
- Zuordnungsübung zur Erstellung von Übungen, bei denen du gegebene Antworten den richtigen Kategorien zuordnen musst
- Frage-Antwort-Quizzes, bei welchen du zu einer Frage(stellung) die richtige Antwort eintippen musst; auch hier ist die Verwendung von sowohl Bildern als auch Audiodateien und Stimmaufzeichnungen möglich
Zu den weiteren Stärken des Programmes zählen die statistische (grafische) Langzeit-Auswertung deiner Lernleistung. So präsentiert dir das Programm grafische Diagramme und zeigt deine Stärken und Schwächen auf, die du durch spezielle Übungen verbessern kannst.
Du kannst das Programm unverbindlich testen, es steht als kostenlose Testversion zum Download bereit.
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Karteikarten erstellen und lernen: StudyProf Lernkartei 3.0
Die StudyProf Lernkartei ist eine Software zum Erstellen, Verwalten und Lernen von Multimedia-Karteikarten (sogenannten Lernkarteien) am PC.
Mit StudyProf entwirfst du ansprechende und eingängige Karteikarten, die du mit Texten, Tabellen, Bildern, Videos, Audiodateien und Flash-Animationen versehen kannst. Alle deine Karten werden mit einem Titel versehen in Lektionen, Ordnern und Unterordnern abgespeichert.
Über den integriertern Lernmodus kannst du die Karteikarten dann im Karteikastenprinzip (Lernen durch Wiederholung nach Sebastian Leitner) lernen und wiederholen, wobei StudyProf dich automatisch an fällige Wiederholungen erinnert. Das Programm merkt sich, wann du eine Karte in welches Fach abgelegt hast und markierte die Karte rot, sobald sie zur Wiederholung fällig wird.
Die Wiederholungsintervalle (Teil der Lernautomatik, die StudyProf auszeichnet) kannst du natürlich an deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche anpassen.
Ein integrierter Lernkalender zum Anlegen und Verfolgen von Ereignissen, Aufgaben und Lernzielen sowie ein Medienarchiv zum Abspeichern und Wiederverwenden von Mediendateien in deinen Zeigekarten komplettieren die Funktionen des StudyProfs.
StudyProf erlaubt darüber hinaus:
- das Erstellen, Bearbeiten und Verwalten von multimedialen Karteikarten,
- das Lernen und Wiederholen dieser Lernkarteien im Karteikasten-Prinzip (“Lernbox”, “Intervall-Lernen” nach Sebastian Leitner),
- das automatische Wiederholen von Karteikarten im Karteikasten (“Lernautomatik”),
- die Verwendung von Texten, Tabellen, Bildern, Audiodateien, Videos und Flash-Animationen in Karteikarten,
- die Organisation der Daten in Lektionen, Ordnern und Unterordnern,
- die Verschlagwortung und das Filtern von Karteien zwecks einfacher Wiederauffindbarkeit,
- die Volltextdurchsuchung der Karteikarten zum Auffinden von Stichwörtern,
- die Verwendung von häufig benötigten Textstilen, Text- und Karteikarten-Ausschnitten (Vorlagen),
- den Austausch und Abgleich von Daten zwischen zwei und mehr Computern durch einen funktionsstarten Daten Im- und Export-Assistenten,
- die Planung von Lernsitzungen, Aufgaben und Ereignissen zur optimalen Vorbereitung auf Prüfungen,
- die Verwaltung und Wiederverwertung von Medien mit Hilfe eines integrierten Medienarchivs,
- das komfortable Durchsuchen des Webs nach geeigneten Bildern, Fotos und Grafiken für deine Lernkarteien über den integrierten StudyProf Bildersucher sowie den direkten Import der Suchtreffer in das Medienarchiv,
- und vieles mehr!
Du kannst das Programm unverbindlich testen, es steht als kostenlose Testversion zum Download bereit.
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Vokabeln Lernen mittels Mind Mapping: FreeMind
Im Wortschatz-Bereich habe ich das Programm FreeMind bereits vorgestellt, aber hier möchte ich noch einmal darauf eingehen.
Wie du sicher weißt, ist das mentale Lexikon (auch dazu mehr unter Wortschatz), also alle uns bekannten Wörter einer Sprache, nicht alphabetisch sondern assoziativ aufgebaut. Kein einziges Wort steht für sich allein, sondern jedes ist mit anderen Wörtern auf vielfache Weise verknüpft. Diese Verknüpfungen können verschiedener Art sein, sie reichen von lautlichen Ähnlichkeiten (so assoziieren wir house mit mouse und louse), über semantische Gegensätze (wir hören white und denken an black, wir hören good und denken an bad, evil) bis hin zur sogenannten Wortfeld-Semantik (so wissen wir, dass tea ein drink, beverage [Getränk] ist und dass es lemon tea, green tea, Earl Grey u. dgl. gibt).
Die Fremdsprachendidaktik hat sich diesen Umstand schon vor langer Zeit zu Nutze gemacht. Heute bieten viele Wörterbücher (vor allem die bekannten Learner’s Dictionaries) zu vielen Wörtern Synonyme (gleichbedeutende Alternativen), Antonyme (Wörter mit entgegengesetzter Bedeutung) und Wortfeldanalysen (nach dem Muster tea is a drink, green tea is a particular kind of tea, lemon tea is a particular kind of tea) an.
Wenn du dieser assoziativen Lernmethode viel abgewinnen kannst, dann ist das kostenlose Programm FreeMind vielleicht dein idealer Lernbegleiter am Computer. FreeMind erlaubt dir das Erstellen sogenannter MindMaps, das sind Karten mit assoziativen Verknüpfungen von Schlagwörtern.
Mind Maps sind eine ideale Methode, um Vokabeln systematisch miteinander zu verknüpfen. Ich selbst benutze das Programm fast tagtäglich, um mir die Wortfelder und mentalen Assoziationen neu gelernter Vokabeln möglichst bildlich vorzustellen. FreeMind hilft dir dabei, dein Vokabular sehr anschaulich zu visualisieren. Wie das genau aussehen kann, siehst du rechts im Beispiel.
Durch diese visuelle Repräsentation deines Wortschatzes ist es dir dann möglich, unbekannte Vokabeln jederzeit in die Map einzuordnen und so zu lernen, die Bedeutungen bereits bekannter Vokabeln besser voneinander abzugrenzen, oder deinen passiven Wortschatz zu aktivieren.
Neben FreeMind gibt es noch zahlreiche Alternativen in der Kategorie Mind Mapping Software.
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Die neue Art Wörterbuch: WordNet
WordNet ist ein kostenloses einsprachiges Wörterbuch, dessen Einträge (SynSets genannt) assoziativ miteinander verknüpft sind. Derlei Verknüpfungen sind konzeptuell-semantischer (tea is a kind of drink, icea tea is a kind of tea) or lexikalischer Natur (Synonyme, Antonyme etc.).
Die Vorteile dieser Präsentation liegen im didaktischen Nutzen: So fällt es dem Lerner leicht, eine neue Vokabel im Nu zu ähnlichen Vokabeln, über- oder untergeordneten Begriffen sowie Teil- und Komplementärbegriffen abzugrenzen und zu lernen. Außerdem bereichtert WordNet den Lernprozess, indem es den Lerner auf semantisch ähnliche oder verwandte Wörter hinweist, die er andernfalls vielleicht nicht oder erst viel später erschlossen hätt.
Anzumerken ist noch, dass das Programm ausschließlich Inhaltswörter (Substantive, Adjektive, Verben, Adverbien) auflistet, da Funktionswörter semantisch fast gänzlich entleert sind und sich daher der WordNet-Logik entziehen.
WordNet wird von der Princeton University kostenlos bereitgestellt und kann für Windows™ und andere Systeme heruntergeladen werden.
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Notizen-Software: Neue Vokabeln, neue Grammatik und tolle Beispielsätze schnell notiert
Tagtäglich stoße ich beim Lesen englischer Literatur, beim Hören englischer Nachrichten oder beim Anschauen englischer Filme auf neue, mir unbekannte Vokabeln, auf interessante und vor allem authentische Beispiele bestimmter grammatischer Regeln, auf tolle Zitate und erinnerungs- und notizwürdige Sprachschnipsel jeder Art. Das Wichtigste in diesem Moment ist, das Wort, das Satzfragment oder den gesamten Satz zu notieren – inklusive einer Angabe zur Quelle bzw. zum Kontext dieses Prunkstücks englischer Eloquenz.
Derlei Prachtexemplare zu notieren macht Spaß und motiviert zum Lernen, da man theoretisches Wissen durch praktische Beispiele lebensnah und authentisch vermittelt bekommt. Und schön ist es allemal, wenn man mit jeder Woche sieht, wie der eigene Schatz an Beispielsätzen, Zitaten und neuen Vokabeln wächst. Wer auf diese Weise lernt, der wird sich nicht selten dabei erwischen, wie er sich beim Anwenden so gelernter Vokabeln und Grammatikregeln an die ursprüngliche Filmszene oder das ursprüngliche Romankapitel erinnert, aus welchen die Beispiele stammen. Das allein macht einen sicherer im Umgang mit der Fremdsprache.
Neue Vokabeln und Beispielsätze auf diese Art zu sammeln, kann mitunter auch sehr beschwerlich sein. Wäre es nicht hilfreich, wenn mann seine gesammelten Daten gut ordnen, einfach wiederfinden, schnell weiterverwenden und immer und überall griffbereit haben könnte? Mit Notizblock und Bleistift ist das so nicht möglich. Aber wer der neuen Technik gegenüber aufgeschlossen ist, wird eine Unmenge an geeigneten Softwaretiteln finden. Einen sehr geeigneten Kandidaten, den ich seit einigen Wochen verwende, möchte ich kurz vorstellen: EverNote.
EverNote ist ein Programm, das mit dem Slogan “Remember Everything” wirbt – und damit nicht zu viel verspricht. Mit EverNote erstellst du ganz schnell – am Computer (Windows + Mac), SmartPhone, iPhone oder im Web – Notizen in Text, Audio und Bildern, die du dann in Notizblöcken ablegen, ordnen und mittels Schlagwörtern kategorisieren kannst. Dabei synchronisiert das Programm deine Notizen automatisch mit anderen Geräten. Das ist z.B. dann sinnvoll, wenn du in der Schule oder Uni mit einem Laptop arbeitest, zuhause am Desktop-Rechner sitzt und unterwegs am liebsten per iPhone/iPod touch oder SmartPhone auf deine Notizen zugreifen möchtest. EverNote synnchronisiert sie alle, so dass dir dein aktueller Wort- und Grammatikschatz immer und überall sofort zur Verfügung steht.
Aber damit nicht genug: Mit EverNote erstellst du eins-zu-eins Kopien von wichtigen Internetseiten im Netz. Damit musst du die Quellen deiner gefundenen Beispielsätze nicht mehr in dröger Handarbeit notieren, sondern hast den Kontext immer griffbereit.
Ich selbst habe in EverNote mehrere Notizblöcke erstellt, in denen ich meine gefundenen Prachtstücke unterbringe: New Words, Grammar, Quotations und Misc für Verschiedenes. Die genaue Einteilung bleibt jedem selbst überlassen, und Dank Copy & Paste kann man das eigene System ständig neu erweitern und verbessern.
EverNote steht in der Standardversion (mit 500 MB Datenaufkommen im Monat) für den privaten Endanwender kostenlos zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über ein Benutzerkonto, das bei der Einrichten angelegt werden muss. Persönliche Daten (Adresse oder Bankdaten) werden dabei nicht abgefragt. Daher mein Tipp: Einfach mal herunterladen und ausprobieren!





